Lage und Anbindung sind ideal

Jetzt auch in Backnang: Ausbildung im Fach Physiotherapie – Kolping eröffnet seinen hiesigen Berufsschulstandort

 

Das Kolping-Bildungswerk gehört zu den größten privaten Bildungsträgern in Süddeutschland. Es verfügt über fundierte Erfahrungen in der Physiotherapeutenausbildung. Nach den bewährten Schulstandorten in Stuttgart und Freiburg ist jetzt auch Backnang auf Erfolgskurs gegangen.

 

BACKNANG: Neben der Volkshochschule und dem Kolping-Abendgymnasium beherbergt das neue Bildungshaus in der Bahnhofstraße auch die Kolping-Berufsfachschule für Physiotherapie. Die Leiterin mehrerer Baden-Württemberger Einrichtungen Regina Nolte und ihre Mitarbeiterin und Backnanger Fachleitung Nicole Herzberg-Schäfer bauen hier auf jahrzehntelange Erfahrungen in ihrem Metier auf. Beide sind glücklich über den neuen Standort, denn die Lage und Anbindung sind ideal für ein Angebot an ein ganz neues Einzugsgebiet.

 

Backnang dürfte sich ebenfalls freuen, denn für Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region gibt es ein neues Berufsbildungsangebot, einen Grund mehr, nach Backnang zu kommen beziehungsweise hierzubleiben. Geradezu begeistert ist Regina Nolte von den Räumlichkeiten, die alles bieten, was das Pädagogenherz begehrt, auch wenn deren Ausstattung noch nicht ganz abgeschlossen ist.

 

Am 15. September startete die Berufsfachschule mit einer Klasse, bestehend aus 18 Schülern im Alter zwischen 19 und 25 Jahren. Viele von ihnen verfügen über ein bemerkenswertes Maß an Lebenserfahrung, haben bereits Lektionen in Ausbildung und Arbeitsalltag gemeistert und wissen genau, was sie wollen. Sie kommen aus allen erdenklichen Zweigen: dem Handwerk, dem Kaufmännischen und dem Sport, aus der Pflege oder direkt von der Schulbank und müssen meist neben der Ausbildung arbeiten gehen, um monatlich 295 Euro Schulgeld aufzubringen. Auch wenn Regina Nolte, die selbst von der Pike auf begonnen und inzwischen promoviert hat, versichert, dass das Kolping-Leitbild vorsieht, den Menschen ganzheitlich zu betrachten und ihm in allen Lebenslagen, also nötigenfalls auch finanziell, zu helfen – anlässlich eines Besuchs von Wilfried Klenk zum Tag der freien Schulen, fragen die jungen Leute gezielt und kritisch nach. Der Landtagsabgeordnete und Vizepräsident versteht ihre Nöte und sucht das Gespräch: Mangelnde Akzeptanz und monetäre Anerkennung des Berufsbildes werden ebenso thematisiert wie die Kosten für die private Ausbildung. Klenk rät, die Chancen auszuschöpfen, die das Kolping-Bildungswerk und auch die Situation nach der Ausbildung bieten. Neben dem dreijährigen Bildungsgang Physiotherapie wird in Stuttgart und zukünftig wahrscheinlich auch in Backnang das vierjährige Studium mit wissenschaftlichen Ergänzungen zum Unterricht etabliert, und dies bietet hervorragende Perspektiven.

 

Regina Nolte, die selbst in den Fächern Betriebskunde und Grundlagen der Physiotherapie unterrichtet, ermutigt ihre Schüler und ruft ihnen die Einmaligkeit des gewählten Berufsbildes in Erinnerung. Es sei großartig, kommunikativ und ausdauernd mit Patienten zu arbeiten. Leidenschaftlich kämpft sie für die Anerkennung und den Nachweis der Wissenschaftlichkeit der Physiotherapie. Sie möchte die Physiotherapie auf eine andere Stufe gestellt sehen: Patienten sollten „Direct Access“ (direkten Zugang) zu ihren Therapeuten bekommen und nicht mehr auf Rezepte der Ärzte angewiesen sein. Zudem müsse die interdisziplinäre Zusammenarbeit dringend verbessert werden. „Kolping ist ein ganz toller Bildungsträger und tut einiges für die Novellierung des Berufsbildes“, so Nolte. Die Schule kümmert sich um die praktische Seite der Ausbildung, indem sie den Schülern

 

Von Carmen Warstat